Aus dem Vereinsleben 2019

 

Letzte Aktion

Beteiligung am Martini-Bauernmarkt

am 10. November zwischen Höflischweiger und Pfarrheim

   Wie immer stand das beheizte Zelt links vor dem Eingang des Pfarrheims. Bei dem kalten Wetter bot es für so manchen Besucher die Möglichkeit, sich aufzuwärmen, was durch den angebotenen Kinderpunsch noch verschönt wurde. Dabei konnte man auch Informationen über die aktuellen Aktivitäten bekommen, wie z.B. das Hoftafel-Projekt der Gemeinde, das von Vereinsmitgliedern durchgeführt wird oder die Planungen für das Vereinsjahr 2020.

   Und wie oft bei unseren Veranstaltungen, konnte Vorstand Arnold Böhm wieder einige Mitgliedschaften im Heimatverein abschließen. Neben dem Zelt, vor der Hausmeister-Garage, war eine Bauerngolf-Anlage installiert, die von den Kindern gerne genutzt wurde. Und so hatte sich die umfangreiche Vorarbeit unseres Schriftführers Richard Hellmeier doch wieder gelohnt.

 

 

Achte Veranstaltung

Leonhardi_Schafkopfrennen

am 6. November beim Ederer

Mit 11 Partien (= 44 Spielern) war das Turnier sehr gut besucht, so dass Nebenzimmer und Gaststube beim Ederer mit Ausnahme des Stammtisches voll besetzt waren. Spielleiter Georg Wimmer aus Wang konnte am Ende des Abends den 1. Preis an Reinhold Beer aus Schnaitsee überreichen.

 

 

 

 

Siebte Veranstaltung

Landesausstellung 2019 in Regensburg

Tagesfahrt mit der Bahn am 19. Oktober

  Wir trafen uns um 7 Uhr früh in Gars Bahnhof, von wo aus wir nach nur zwei Stunden Fahrt und einem kurzen Fußmarsch durch Regensburg das neu erbaute, futuristisch anmutende "Haus der Bayerischen Geschichte" am Donauufer erreichten.

   Vom 17 Meter hohen Foyer aus gelangten wir direkt in das 360° Kino, wo in einer Animation die 1800 Jahre bayerischer Geschichte vom Eintreffen der Römer 16 nach Christus bis zur Errichtung des Königreichs Bayern 1808 durch Napoleons Gnade in fünf Episoden erzählt wurde - nach einem genialen Drehbuch und Dialogen von Christof Süß, umwerfen komisch in 39 verschiedenen Köstümen gespielt zusammen mit Christian Springer. Allein dieser Film wäre die Reise nach Regensburg schon wert gewesen!

   Aber auch die Überschriften auf den Hinweistafeln in der Dauerausstellung im Erdgeschoß waren locker und teils ironisch getextet, was das Interesse des Besuchers nie ermüden ließ. Das setzte sich fort im Obergeschoß, wo die eigentliche Landesausstellung 2019 zu finden ist. Hier werden auf 40 Bühnen prägende Episoden der letzten 200 Jahre Bayern verdeutlicht, gekonnt gemacht und nie langweilig. So kam es, dass die zwei Stunden bis zum Mittagessen fast nicht ausreichten, um alles aufzunehmen. Deshalb beschlossen einige Teilnehmer, noch einmal hierher zu reisen in die Landesausstellung. Sie schließt am 20. März 2020.

   Der nachmittägliche "Stadtspaziergang" erwies sich dann als gute Ergänzung zum Museumsbesuch am Vormittag, kam mach doch an manchen Ort, der auch in der Ausstellung erwähnt wurde. Und durch die dezente Führung des Wahl-Regensburgers Florian Hellmeier wurde so mancher Ratsch möglich und auch die Schaufenster kamen nicht zu kurz.

  Auf der Heimfahrt war man sich einig, auch die Landesausstellung 2020 im "Wittelsbacher Land" rund um Friedberg und Aichach zu besuchen - bestimmt wieder mit der Bahn!

 

 

 

Sechste Veranstaltung

Auf den Spuren der Törringer und Sighardinger

Tagesausflug am 6.Juli

  Wer zwischen Inn und Salzach in historischer Absicht unterweg ist, der begegnet zwei Gestalten, die im Mittelalter ihren Sitz in Schnaitsee hatten und deren Nachkommen in den folgenden Jahrhunderten immer wieder erwähnt werden. Das erfuhr eine Reisegruppe des Heimatvereins auf ihrer Exkursion nach Jettenbach am Inn, Tengling und Törring am Waginger See.

   Auf dem Schlossberg in Jettenbach wurden die 37 Teilnehmer von Elvira und Andreas Schreiner, den beiden Vorsitzenden des Heimat- und Kulturkreises, empfangen. Sie übermittelten auch die Grüße von Graf Felix von Törringen, der den Besuchern mehrere Kästen mit Getränken aus seiner Brauerei spendiert hatte. Direkt am Schlosstor verkündet eine Tafel, dass um das Jahr 1170 der Schnaitseer Ministeriale Etich, Sohn des Burggrafen Chuno von Werfen, auf dem strategisch günstigen Bergsporn eine Burg erbaute, die 1255 wegen verwandt-schaftlicher Beziehungen an die Törringer fiel.

   Das heutige Schloss ist unbewohnt, aber die Schlosskirche erstrahlt nach der kürzlichen Renovierung wieder in barockem Glanz, was die Führung durch Elvira Schreiner überzeugend belegte. Bei dem anschließenden Blick auf den Ort Jettenbach machte Andreas Schreiner deutlich, dass die vielen alten Gebäude einmal zum Schloss gehört haben und dafür eine Funktion zu erfüllen hatten. Eine eigene bäuerliche Struktur fehlt hingegen völlig.

 

   Nach der Mittagspause am Waginger See ging die Fahrt weiter nach Tengling und von dort hinauf nach Burg zur Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt. Hier sind auf dem riesigen Vorplatz die Ausmaße einer ehemals großen Burganlage zu erahnen, die um 1050 von Friedrich I. von Pongau aus dem Hochadelsgeschlecht der Sighardinger erbaut wurde. Einer seiner Vorfahren war Sighard III., Graf im westlichen Chiemgau, der urkundlich 950 mit Sitz in Schnaitsee genannt ist. 

   Der Tenglinger Heimatforscher und Buchautor Siegfried Müller wies darauf hin, dass die jetzige Kirche mit ihren schönen Renaissance-Fresken die Nachfolgerin der Burgkapelle ist, die 1532 einem Brand zum Opfer gefallen war. Zu dieser Zeit waren die anderen Teile der Burg längst verschwunden, weil 1119/20 Graf Friedrich von Tengling seinen Sitz nach Burghausen verlegt hatte.

   Nach dem Aussterben der Sighardinger Grafen ging der Besitz des Sighardinger Hausklosters Michaelbeuern in Tengling an das Ministerialengeschlecht der Törringer. Deren Stammburg "Haus" lag 3 km westlich des idyllischen Dorfes Törring. Versteckt im Wald sind dort nur noch mächtige Wälle zu finden, die zu erklettern allerdings lohnt. Die 1213 erbaute Turmburg wurde bereits 1420 vom bairischen Herzog Heinrich dem Reichen unter Mithilfe der benachbarten Salzachstädte völlig zerstört. Der Grund: Kaspar II. von Törring zu Törring hatte gegen den Herzog einen aufständischen Ritterbund angeführt.

   Zum Abschluss der erlebnisreichen Exkursion führte Siegfried Müller die Schnaitseer noch nach Sankt Coloman hoch über dem Tachinger See, wo die Besucher nicht nur das spätgotosche Kircherl erklärt bekamen, sondern auch den prächtigen Blick über den See auf die Voralpen genießen durften.

37 Teilnehmer

 

Fünfte Veranstaltung

Gedenkfeier Todesmarsch 1945

3.Mai 19.15 Uhr St.Anna-Kirche

   Wegen der schlechten Witterung musste die Gedenkfeier vom Mahnmal bei Sandgrub in die St.Anna-Kirche verlegt werden. Dieses Jahr war Heinrich Baumert vom "Verein für das Erinnern" in Mühldorf als Redner eingeladen. Er berichtete über die Leiden und das tausendfache Sterben im Bunkergelände des Mühldorfer Hart bei Mettenheim. Dort sollten in den letzten Kriegsjahren Kampfbomber produziert werden, wozu es aber nicht mehr kam.

   Damit dies nicht in Vergessenheit gerät bzw. verschwiegen werden kann, gründete sich 1990 ein Verein, der es nach jahrzehntelangen Bemühungen und viel Widerstand schaffte, dass dort jetzt eine große Gedenkstätte im Aufbau ist. 2018 besuchte unser Heimatverein eine Führung im Hart.

   Vorsitzender Dr.Arnold Böhm, der die Feier zusammen mit dem Musikverein organisiert hatte, meinte dazu: "Gerade jetzt in Zeiten, in denen Rassismus und Nationalismus am Erstarken sind, ist es wichtig, Mut zu zeigen und entschlossen dagegen einzutrete. Diakon Konrad Maier hatte "Stolpersteine" mitgebracht und dran erinnert, dass der Gedenkstein bei Sandgrub uns immer wieder an jene unselige Zeit erinnern soll, eine Zeit, die nie mehr kommen darf.

   Musiker und Musikerinnen der Musikverein-Abteilung Ü30 umrahmten unter der Leitung von Rupert Schmidhuber die Texte mit Marienliedern.

60 Teilnehmer

 

Vierte Veranstaltung

Tanz in den Mai beim (neuen) Schnaitseer Wirth

Dienstag, 30.April 20 Uhr

   So positiv war die Resonanz unter den Tänzern und Tänzerinnen, dass der Verein erwägt, im Spätherbst auch einen "Kathreinstanz" zu veranstalten.

   Die 6 Damen und Herren des Ensembles "Fox Musica" mit den Instrumenten Klavier, Bass, Schlagzeug, Gitarre, Tenorsaxofon, Klarinette, Akkordeon und den 2 Geigen boten ein mitreißendes Repertoire, wie man es sonst nirgends mehr zu hören bekommt: Tanzmusik vom Feinsten mit allen Standardtänzen. Besonders schön die Musette-Walzer und Tangos von Bandleader Horst Maier am Akkordeon, oder seine fetzigen Rock'n Roll - Nummern am Saxofon oder Klavier. Dazwischen groovige Bluesmusik, Chachacha oder Charleston. 

   Viel zum Gelingen des Abends trug der neue Schnaitseer Wirt Vassili mit seiner exzellenten Küche und dem perfekten Service bei. Auch er lobte die Musik und besonders die Gäste, die er als "sehr angenehm" bezeichnete. 

  Ohne der Vorstandschaft vorgreifen zu wollen: Kathrein ist am 23.November. Vielleicht sollte man sich den Termin vormerken!

90 Tänzer/innen

 

Dritte Veranstaltung

Exkursion zu den Toteislöchern südlich von Schnaitsee

am Samstag, 23. März 2019 ab 13 Uhr

   Bei einer Wanderung im Wald-Bereich Sandgrub, Seppenberg, Ginzing und Edenreit wurden die geologischen Besonderheiten aus der Eiszeit besucht. Langgezogene Hügel wechseln mit kraterähnlichen Senken, teils mit Wasser gefüllt, teils verlandet oder durch Erosion ausgelaufen.
Vorsitzender Dr. Arnold Böhm führte 3 Stunden lang die Teilnehmer berauf und bergab. Dazu erklärte er die Eigenarten und Entstehungen der Landschaften. Dipl.-Geographin Lucia Karrer gab zusätzliche Erläuterungen.

11 Teilnehmer


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erste Veranstaltung

Jahresversammlung mit Vortrag

am Freitag, 25. Januar 2019 ab 19.30 Uhr im Saal des Schnaitseer Wirth

Vortragsthema: "Die Törringer und Schnaitsee"

Ortsheimatpfleger Reinhold Schuhbeck beleuchtet dabei die Geschichte des alten Adelsgeschlechts der "Törringer" und ihre historischen Verbindungen zu Schnaitsee.

Programm:

Vortrag

Pause

Jahresberichte der Vorstandschaft, mit

Themen zu Beitragsänderung, Satzungsänderung, Wünsche und Anträge

Es waren 62 Teilnehmer anwesend

 

 

Zweite Veranstaltung:

"Aus kontrolliertem Raubbau"

Vortrag von Kathrin Hartmann zum "greenwashing" der Nahrungsmittelkonzerne

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Autorin berichtete von ihren Reisen ins Amazonas-Gebiet und ihren dortigen Recherchen. Dabei wurde deutlich, mit welchen Methoden Konzerne arbeiten, um dort ungehindert Nahrungsmittel in industriellem Ausmaß zu produzieren.

In der anschließenden Ausspache wurde deutlich, das neben politischem Engagement auch ein verändertes Verhalten von uns allen als Verbraucher gefragt ist.

Es waren 73 Teilnehmer anwesend