Chronik 2026
7. März 2026
Exkursion zu historischem Schützengraben, zu Wolfsgrube,
Bräundlstein und Hügelgräber im Streit-Forst
20 Interessierte machten sich auf den Weg um in einem Wald nahe Surbrunn die Spuren eines "Schützengrabens" zu erkunden.
Das deutlich als künstlich angelegte Flurdenkmal könnte zu verschiedenen Zeiten als Schanzwerk bei Kämpfen nahe der Burg Kling angelegt wurde. In Frage kommen Schlachten im 17., oder 18. Jahrhundert.

Der historische Schützengraben
Als weiteres wurde das Relikt einer "Wolfsgrube" zum Fang von Wölfen bis in das 19. J. besichtigt,
die Heimatvereins-Beirat Josef Wagner erkundet hat.
Sie liegt nahe des riesigen "Bräundlsteins" einem Relikt der Eiszeit.

Agathe Oberlechner-Kiermaier in der "Wolfsgrube"
Agathe Oberlechner-Kiermaier führte dann die Teilnehmer noch zu zwei "Hügelgräbern" im Streitholz.
Mit ca. 5 m Höhe zeichnen sie sich deutlich von der ebenen Umgebung ab.

Eines der vier Hügelgräber im Streitholz
28. Februar 2026 Jahresversammlung
Nach acht Jahren mit Dr. Arnold Böhm als 1. Vorsitzenden gab es bei der kürzlich stattfindenden Jahresversammlung des Heimatvereins Schnaitsee e.V. einen grundlegenden Umbau der Vorstandschaft.
Ergebnis der Neuwahlen:
1. Vorsitzender Manfred Heistracher, Kirchensur
2. Vorsitzender Hans Schederecker, Zelln
Schriftführer Martin Oberbauer, Waldhausen
Kassenwart Peter Zwingler, Poschen
Kassenprüfer:
Dr. Rosina Wäsler, Stefan Reinthaler

Als Beiräte wurden berufen:
Agathe Oberlechner-Kiermaier, Schnaitsee.
Ab Sommer Ortheimatpflegerin
Luitgard Grassl, zuständig für Heimatarchiv.
Heimatarchivar Dr. Ulrich Frost, Schnaitsee
Franz Gmeindl, Rupertsham, „Mann, der alles kann“
Martin Meisl, Schnaitsee, Wander- und Radwege-Betreuer
Josef Wagner Zansham, Kenner heimischer Flur-Geschichte.
Neu im Amt:
Elke Rieperdinger, Waldhausen Presse-Referentin,
Homepage-Betreuerin
Sebastian Hintermayr, Loibersdorf, Betreuer der Region Kling. Gunter Fuchs, Soyen,
Geschichtslehrer und Rektor i. R. des Gymnasiums Gars.
Eingangs berichtete Richard Hellmeier über die Erlebnisse eine neunjährigen Wiener Burschen über seine Erfahrungen bei Evakuierung gegen Ende des 2. Weltkrieges
und 300 Tage Aufenthalt in der Gemeinde Schnaitsee
Es folgte der Bericht von 1. Vorsitzenden Dr. Arnold Böhm über seine achtjährige Amtszeit.
Richard Hellmeier stellte in einer Vorschau die geplanten Aktivitäten 2026 vor.
Kassenwart Peter Zwingler erstattete den Kassenbericht, der von den Kassenprüfern Dr. Rosina Wäsle und Stefan Reinthaler als richtig bewertet wurde, sodass die Versammlung die Entlastung erstattete.
Dienstag, 10. Februar 2026
„Die Römer und ihre Wirkung auf unsere Gegenwart
Vortrag von Andrea Krammer
Andrea Krammer, Archäologin und neue Leiterin des Stadtmuseums Rosenheim vermittelte den beinahe 80 Besuchern eine umfassende Einsicht auf das römische Reich während seiner 500-jährigen Herrschaft in den Bereichen nördlich der Alpen.
Dort bildeten sie zwei maßgebliche Provinzen. Im Bereich des heutigen westliche Österreichs begründeten sie nach heftigen Kämpfen mit der Stammbevölkerung die Provinz Rätien. Im Bereich des heutigen Altbayerns, entschieden sich die dort herrschenden keltischen Fürsten sich kooperativ mit den Römern zu einigen. So entstand die Region Noricum, in der besonders der dortige Untersberger Marmor und das begehrte „Ferrum Noricum“, ein Stahleisen, das die Noriker schmiedeten.
Referentin Andrea Krammer li. mit 2. Vors. Hans Schederecker und 1. Vors. Manfrad Heistracher
Nach Abzug der Römer entstand aus den verschiedenen Bevölkerungsgruppen das Volk der Bajuwaren. Neben den vielen römischen Artefakten in unserer Gegend – Siedlungsresten, Gräber- und Meilensteinen, finden sich noch deutliche Nachweise in Kultur, Sprache, Infrastruktur und Brauchtum. Besonders viele bayerische Ausdrücke haben deutlich römische Wurzeln,
wie z.B. die Breze vom lateinischen „brachiatellum“ (verschränkte Ärmchen).